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Donna Milner: Der Tag, an dem Marilyn starb

Als am 5. August 1962, am selben Tag wie Marilyn Monroe, Lucy Coulter stirbt, hinterlässt sie drei Kinder und einen Ehemann, der sich augenscheinlich nicht um diese kümmern kann. Howard Coulter ist Veteran des 2. Weltkrieges, arbeitet in einem Sägewerk und leidet immer noch unter den psychischen Folgen des Krieges. Er scheint in seiner eigenen Welt zu leben und verschwindet tagelang. Seine Kinder Ethie, 11, Frankie, 20 und der am Down-Syndrom erkrankte Kipper, etwas älter als Ethie, sind die Leidtragenden.

Erst am 6. August wird Lucy auf einem Segelboot mit ihrer besten Freunde Marlene entdeckt, doch warum waren die beiden Frauen dort und stark alkoholisiert, wo Lucy doch nie Alkohol trank?

Ein paar Freunde und Verwandte, unter anderem Lucys Schwester Mildred versuchen den vier zu helfen über die schweren Stunden hinwegzukommen. Doch nun ist es Howard Coulters Aufgabe die Familie zusammenzuhalten. Welches Geheimnis trägt er jedoch mit sich herum?

Donna Milner schafft es auf eine sehr einfühlsame Art und Weise von den Problemen der Familie zu berichten. Zum Beispiel wie die einzelnen Familienmitglieder mit dem Verlust umgehen und ob Howard es schafft sich ausreichend um seine Kinder, allen voran Kipper, der aufgrund seiner Krankheit, mehr Aufmerksamkeit braucht, zu kümmern.

Gleichzeitig schafft sie es ein mir völlig unbekanntes  Thema in ihren Roman mit einzuflechten. Den Einsatz kanadischer Soldaten im 2. Weltkrieg und ihren Kampf v.a. in Hong Kong gegen die Japaner und die anschließende Kriegsgefangenschaft. Ein ebenfalls sehr bedrückender Part des 2. Weltkrieges.

Alles in allem ist „Der Tag, an dem Marilyn starb“ ein sehr eindrucksvoller Familienroman, eingebettet in eine mir unbekannte Kulisse mit sehr sympathischen Charakteren, die jedoch Gott sei dank auch ihre Fehler haben. Einzig und allein ein paar nicht ganz abgeschlossene Fragestellungen haben mich gestört, wobei ich hier nicht verraten möchte, welche. Nichtsdestotrotz kann ich das Buch sehr empfehlen und vergebe 4 Sterne.