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David Safier: Plötzlich Shakespeare

Ich hab mich durch das Buch durchgequält und habe mal wieder bestätigt bekommen, warum ich eigentlich keine typischen „lustigen“ Frauenromane lese.

Rosa ist eine leicht übergewichtige, gefrustete Grundschullehrerin, deren toll aussehender und sehr erfolgreicher Ex demnächst eine ebenso tolle Frau heiratet.  Sprich sie ist, wie sie auch immer wieder selbst sagt, das wandelnde Klischee schlecht hin, heult sich bei ihrem besten schwulen Freund aus und trinkt massig Ramazotti. Nach einer Zirkusvorstellung wird sie hypnotisiert und landet im Körper ihres früheren Ichs, das niemand anders als William Shakespeare ist und zurück darf sie erst wieder, wenn sie die „wahre Liebe“  gefunden hat. Na was für ein Zufall. Das da Shakespeare, der nach der Beschreibung Safiers zu dem Zeitpunkt ein noch ziemlich unerfolgreicher Schreiberling ist, zu viel trinkt und durch die Hurenhäuser zieht, ihr keine große Hilfe ist, versteht sich von selbst. Das elisabethanische England und deren Charaktere bleiben doch sehr platt und unrealistisch, da nützt auch die Warnung des Autors nichts, dass das Buch in historischer Sicht beeindruckend unfundiert ist.  Zusammenfassend ist „Plötzlich Shakespeare“ schlecht geschrieben, fantasielos und eine Beleidigung Shakespeares. Das war definitiv mein erstes und letztes Buch von David Safier und deshalb gibt es auch nur 1 Stern.