Archiv für April 2011

März 2011

Im März habe ich endlich wieder ein paar Bücher mehr gelesen, zufrieden bin ich aber immer noch nicht. Zudem sind die ersten Bücher in diesem Jahr bei mir eingezogen. Die ersten beiden sind auch schon angefangen. Hoffentlich bleiben sie also nicht allzulange auf dem SuB. 😉

Des Weiteren habe ich erstmals ein paar geliehene Bücher auf meinen SuB gepackt. Der Grund hierfür ist die buchkauffreie Phase ab 1. April auf Lovelybooks. Darum ist der Sub auch so stark angestiegen, zumindest habe ich jetzt auch eine größere Motivation diese auch zu lesen, da so auch der SuB sinkt. 😉

Gelesen:
8. Kerstin Gier- Rubinrot (4)
9. Hanna Johannsen- Ich bin hier bloß die Katze (3)
10. Kerstin Gier- Saphirblau (4)
11. Kerstin Gier- Smaragdgrün (4)
12. . Janne Teller- Krieg: Stell dir vor er wäre hier (3)

Gelesene Bücher: 5 (4 von mir, 1 davon reread)

Neue Bücher:
1. Oscar Wilde- The picture of Dorian Gray
2. Kressman Taylor- Address Unknown
3. Raymond Chandler- Killer in the rain
4, Oscar Wilde- The happy prince

Rezensionsexemplare: 1
1. E.L. Doctorow- Homer & Langley

Ausgeliehen:
1. Susann Pásztor- Ein fabelhafter Lügner
2. Leo Tolstoi- Anna Karenina
3. Lewis Carroll- Alice Adventures in Wonderland
4. Alan Bradley- Flavia de Luce: Mord im Gurkenbeet
5. Isaac Marion- Mein fahler Freund
6. Bill Bryson- Shakespeare: Wie ich ihn sehe
7. Buddhadeva Bose- Das Mädchen meines Herzens
8. Marie-Sabine Roger- Das Labyrinth der Wörter

Gelesene Seiten März: 1427

insgesamt: 2594 von 20000 Seiten

SuB am Monatsbeginn/ Monatsende: 219/229 d.h.+10

Bei den Challenges bin ich nicht wirklich weitergekommen. Einzig für die Werde-Entdecker-Challenge konnte ich Anfang April noch das Märzbuch beenden. Für die „I’m in English“-Challenge werde ich auch für den März ein Strafbuch lesen müssen. Da es im März mit den englischen Bücher nicht so geklappt hat. 😦 Dass heißt im April muss ich 5 englische Bücher lesen, ich hoffe, ich schaffe das. 😉

 

Jean-Patrick Manchette: Nada

Inhalt:
Die anarchistische Gruppe Nada plant den amerikanischen Botschafter in Paris, Richard Pointdexter, zu kidnappen. Im tiefsten, tristen Winter in den 70er Jahren wird Pointdexter aus einem Bordell entführt und in einem ehemaligen Bauernhof versteckt. Problematisch ist hierbei nicht nur ihr Gegenpart Kommissar Goémond, sondern auch die unterschiedlichen politischen Motive der Entführer.

Meinung:
„Nada“ war eine meiner ältesten SuB-Leichen und wie so oft, habe ich mich etwas geärgert sie solange liegen zu lassen. Manchette ermöglicht dem Leser einen Einblick in die politischen Quereleien des Frankreichs der späten 60er und frühen 70er Jahre. Dies war auch gleich der erste Manko für mich, trotz zahlreicher Erklärungen im Glossar fehlte mir teilweise immer noch der Überblick über die diversen politischen Gruppierungen. Dementsprechend kann ich auch nicht beurteilen, inwiefern die Aktionen der Gruppe „Nada“ in die politische Landschaft Frankreichs passten.
Nichtsdestotrotz ist „Nada“ ein sehr gelungener Kriminalroman und fordert den Leser heraus. Dies liegt zu einem daran, dass Manchette einen zwischen die Fronten wirft. Man kann sich nicht wirklich entscheiden, ob man auf der Seite der Anarchisten oder doch auf der des Staates ist. Beide sind größtenteils unsympathisch, gewalttätig, radikal.
Des Weiteren ist das Ende des Romans absehbar, dies liegt unter anderem daran, dass zu Beginn des Buches ein Brief eines beteiligten Polizisten die Auflösung schon fast verrät. Trotzdem oder gerade deswegen muss man weiterlesen, um zu erfahren, wie es zu dem Ende kommen konnte.
Schließlich ist festzustellen, dass „Nada“, laut Klappentext ein typischer Vertreter des Roman Noirs, ein sehr gelungener Krimi ist. Einzig die Gewaltverherrlichung und extreme Brutalität war mir teilweise etwas zu viel. Das ein oder andere Mal musste ich echt schlucken und sonst bin ich eigentlich nicht so empfindlich.

Fazit:
„Nada“ ist mit den wenigstens aktuellen Krimis vergleichbar, wer über den Tellerrand schauen möchte und unempfindlich gegenüber extremer Gewalt ist, sollte dieses Buch lesen. 4 Sterne.

Jean-Patrick Manchette: Nada. Distel Verlag. Taschenbuch: 3923208553 (9,90€). Diese Ausgabe stimmt nicht mit meiner überein, da meine nicht mehr neu erhältlich ist, jedoch gebraucht.