Archiv für Mai 2010

Tag 7 – Ein Buch, das dich an jemanden erinnert

Spontan fällt mir da nur die Nesthäkchen-Reihe von Else Ury ein, die meine Oma schon in ihrer Kindheit gelesen hat und die ich dann auch alle von ihr bekommen habe. Für mich sind das zeitlose, sehr schöne Mädchenbücher, die ich immer verschlungen habe und die ich auch meinen Kindern „vorsetzen“ werde.

Tag 6 – Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)

Auf jeden Fall kann ich die Bücher, die mir nicht so gefallen haben, nicht noch einmal lesen. Ansonsten würde ich glaube die meisten Klassiker nicht unbedingt noch einmal lesen. Meist dauert es doch länger als ein neueres Buch und da lese ich lieber etwas, das ich noch nicht gelesen habe.

Tag 5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest

Ich lese selten Bücher zweimal oder mehrfach, das liegt aber vor allem daran, dass ich noch so viele ungelesene Bücher habe, das ich diese erstmal lesen möchte. Andererseits vergesse ich leider auch ziemlich schnell den Inhalt von Büchern und könnte somit zumindest theoretisch immer wieder Bücher lesen. Welche ich auf jeden Fall noch einmal lesen könnte, sind „Alle sterben auch die Löffelstöre“ von Kathrin Aehnlich oder auch „Die souveräne Leserin“ von Alan Bennett. Ich liebe beide Bücher!

Tag 4 – Dein Hassbuch

Wie mit dem Lieblingsbuch geht es mir mit dem Hassbuch. Ein wirkliches habe ich nicht, aber so einige Bücher, die mir überhaupt nicht gefallen haben und mit denen ich nichts anfangen konnte:

Sergio Bambaren: Der kleine Seestern

Iny Lorentz: Die Wanderhure

Daniel Kehlmann: Ich und Kaminski

Terry Pratchett: Die Farben der Magie

Cormac McCarthy: Die Straße

David Safier: Plötzlich Shakespeare

Tag 3- Dein Lieblingsbuch

DAS Lieblingsbuch schlechthin habe ich nicht. Aber es gibt so einige, die zu meinen Lieblingsbüchern gehören, u.a.:

Susan Fletcher: „Eve Green“ & „Austernfischer“

Irène Némirovsky: „Der Ball“

Alan Bennett: „Die souveräne Leserin“

Patrick Rothfuss: „Der Name des Windes“

Hans Magnus Enzensberger: „Hammerstein oder der Eigensinn“

Kathrin Aehnlich: „Alle sterben auch die Löffelstöre“

Helene Hanff: „84, Charing Cross Road“

Das ist aber nur eine kleine Auswahl, die mir spontan eingefallen ist. Meines Erachtens sind diese Bücher absolut lesenswert!

Tag 2 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst

O je, eigentlich könnte ich auf die schnelle mindestens 10 Bücher aufzählen, die ich als nächstes lesen will. Steh ich dann aber wieder vor meinem Bücherregal fällt meine Wahl definitiv auf ein anderes Buch.

Was ich aber unbedingt lesen muss, bevor meine Mama es sich schnappt, ist der 2. Teil der Tribute „Gefährliche Liebe“. Nach langem Warten und dem Glück, das meine Mama es mir gekauft hat, sonst kauft sie mir so gut wie nie ein Buch, muss ich das ja nutzen!

Klappentext:

Während Katniss und Peeta noch in ganz Panem als das tragische Liebespaar gefeiert werden, droht den beiden bereits neue Gefahr. Denn Katniss ist mittlerweile zu einem Symbol des Widerstands geworden, der sich in einzelnen Distrikten erhebt, und das kann das Kapitol nicht dulden. Verzweifelt versucht sie, ihre Familie und vor allem Gale vot der Gewalt der Regierung zu schützen. Doch da sind auch noch ihre verwirrenden Gefühle für Peeta, die sich einfach nicht leugnen lassen. Und dann geschieht das Unfassbare! Katniss und Peeta müssen zurück in die Arena und diesmal wird es nur einen Überlebenden geben können…

Tag 1 – Das Buch, das du zurzeit liest

Das erste Mal bin ich auf „In meinem Himmel“ von Alice Sebold im Kino gestoßen als dort die Vorschau lief. Da ich aber Filme so gut wie nie sehe, bevor ich nicht das Buch gelesen habe, wurde der Roman erstmal auf meinen Wunschzettel gesetzt. Ein paar Mal habe ich überlegt, ob ich es mir kaufen soll, habe mich aber immer für ein anderes Buch entscheiden. Als ich letztens das erste Mal seit Jahren wieder in die Bibliothek bin und meinen Ausweis erneuert habe, stand es dort im Regal und musste auch gleich mit.

Klappentext:

Susie Salmon führt das ganz normale Leben eines Teenagers in einer amerikanischen Kleinstadt – bis zu jenem Tag im Dezember, als sie allein durch ein Maisfeld nach Hause geht. Ein Nachbar hat ihr aufgelauert, ein Mann, der sie vergewaltigen, töten und ihre Leiche verschwinden lassen wird. Aber Susies Existenz ist damit nicht ausgelöscht. Von „ihrem Himmel“ aus verfolgt sie das Leben auf der Erde, beobachtet, wie die Polizei nach ihrem Mörder sucht, während ihre Freunde und ihre Familie mühevoll nach Wegen suchen, um den Verlust zu verarbeiten. Bis die Wunden vernarbt sind und die fragile Balance menschlicher Existen wiederhergestellt ist. Und bis auch Susie ihren Seelenfrieden finden kann…

Bis jetzt bin ich ca. bei der Hälfte und nach dem momentanen Stand würde ich es weiterempfehlen.^^ Zudem habe ich nebenbei noch „1984“ von George Orwell und „A case of exploding mangoes“ von Mohammed Hanif angefangen. Da mich die beiden, aber momentan nicht wirklich reizen, drücke ich mich davor sie weiterzulesen und werde sie wahrscheinlich noch eine Weile „lesen“. 😀

31 Tage – 31 Bücher

Da ich ja zu gerne auf anderen Blogs herumstöber und seit heute endlich meinen eigenen habe, nutze ich gleich die Chance und nehm an meinem ersten Stöckchen teil.

Tag 1 – Das Buch, das du zurzeit liest
Tag 2 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst
Tag 3 – Dein Lieblingsbuch
Tag 4 – Dein Hassbuch
Tag 5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest
Tag 6 – Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)
Tag 7 – Ein Buch, das dich an jemanden erinnert
Tag 8 – Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert
Tag 9 – Das erste Buch, das du je gelesen hast
Tag 10 – Ein Buch von deinem Lieblingsautoren/diener Lieblingsautorin
Tag 11 – Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst
Tag 12 – Ein Buch, das du von Freunden/Bekannten/… empfohlen bekommen hast
Tag 13 – Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst
Tag 14 – Ein Buch aus deiner Kindheit
Tag 15 – Das 4. Buch in deinem Regal v.l.
Tag 16 – Das 9. Buch in deinem Regal v.r.
Tag 17 – Augen zu und irgendein Buch aus dem Regal nehmen
Tag 18 – Das Buch, mit dem schönsten Cover, das du besitzt
Tag 19 – Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest
Tag 20 – Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 21 – Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 22 – Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat
Tag 23 – Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat
Tag 24 – Ein Buch, von dem niemand gedacht hätte, dass du es liest/gelesen hast
Tag 25 – Ein Buch, bei dem die Hauptperson dich ziemlich gut beschreibt
Tag 26 – Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vorlesen würdest
Tag 27 – Ein Buch, dessen Hauptperson dein „Ideal“ ist
Tag 28 – Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!
Tag 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt???
Tag 30 – Das Buch, das du zurzeit liest
Tag 31 – Das Buch, das du als nächstes liest/lesen willst

Und da ich gerade im Blogfieber bin, folgt auch gleich der erste Tag.

David Safier: Plötzlich Shakespeare

Ich hab mich durch das Buch durchgequält und habe mal wieder bestätigt bekommen, warum ich eigentlich keine typischen „lustigen“ Frauenromane lese.

Rosa ist eine leicht übergewichtige, gefrustete Grundschullehrerin, deren toll aussehender und sehr erfolgreicher Ex demnächst eine ebenso tolle Frau heiratet.  Sprich sie ist, wie sie auch immer wieder selbst sagt, das wandelnde Klischee schlecht hin, heult sich bei ihrem besten schwulen Freund aus und trinkt massig Ramazotti. Nach einer Zirkusvorstellung wird sie hypnotisiert und landet im Körper ihres früheren Ichs, das niemand anders als William Shakespeare ist und zurück darf sie erst wieder, wenn sie die „wahre Liebe“  gefunden hat. Na was für ein Zufall. Das da Shakespeare, der nach der Beschreibung Safiers zu dem Zeitpunkt ein noch ziemlich unerfolgreicher Schreiberling ist, zu viel trinkt und durch die Hurenhäuser zieht, ihr keine große Hilfe ist, versteht sich von selbst. Das elisabethanische England und deren Charaktere bleiben doch sehr platt und unrealistisch, da nützt auch die Warnung des Autors nichts, dass das Buch in historischer Sicht beeindruckend unfundiert ist.  Zusammenfassend ist „Plötzlich Shakespeare“ schlecht geschrieben, fantasielos und eine Beleidigung Shakespeares. Das war definitiv mein erstes und letztes Buch von David Safier und deshalb gibt es auch nur 1 Stern.

Donna Milner: Der Tag, an dem Marilyn starb

Als am 5. August 1962, am selben Tag wie Marilyn Monroe, Lucy Coulter stirbt, hinterlässt sie drei Kinder und einen Ehemann, der sich augenscheinlich nicht um diese kümmern kann. Howard Coulter ist Veteran des 2. Weltkrieges, arbeitet in einem Sägewerk und leidet immer noch unter den psychischen Folgen des Krieges. Er scheint in seiner eigenen Welt zu leben und verschwindet tagelang. Seine Kinder Ethie, 11, Frankie, 20 und der am Down-Syndrom erkrankte Kipper, etwas älter als Ethie, sind die Leidtragenden.

Erst am 6. August wird Lucy auf einem Segelboot mit ihrer besten Freunde Marlene entdeckt, doch warum waren die beiden Frauen dort und stark alkoholisiert, wo Lucy doch nie Alkohol trank?

Ein paar Freunde und Verwandte, unter anderem Lucys Schwester Mildred versuchen den vier zu helfen über die schweren Stunden hinwegzukommen. Doch nun ist es Howard Coulters Aufgabe die Familie zusammenzuhalten. Welches Geheimnis trägt er jedoch mit sich herum?

Donna Milner schafft es auf eine sehr einfühlsame Art und Weise von den Problemen der Familie zu berichten. Zum Beispiel wie die einzelnen Familienmitglieder mit dem Verlust umgehen und ob Howard es schafft sich ausreichend um seine Kinder, allen voran Kipper, der aufgrund seiner Krankheit, mehr Aufmerksamkeit braucht, zu kümmern.

Gleichzeitig schafft sie es ein mir völlig unbekanntes  Thema in ihren Roman mit einzuflechten. Den Einsatz kanadischer Soldaten im 2. Weltkrieg und ihren Kampf v.a. in Hong Kong gegen die Japaner und die anschließende Kriegsgefangenschaft. Ein ebenfalls sehr bedrückender Part des 2. Weltkrieges.

Alles in allem ist „Der Tag, an dem Marilyn starb“ ein sehr eindrucksvoller Familienroman, eingebettet in eine mir unbekannte Kulisse mit sehr sympathischen Charakteren, die jedoch Gott sei dank auch ihre Fehler haben. Einzig und allein ein paar nicht ganz abgeschlossene Fragestellungen haben mich gestört, wobei ich hier nicht verraten möchte, welche. Nichtsdestotrotz kann ich das Buch sehr empfehlen und vergebe 4 Sterne.